Die Gleitzahl gibt an, wie viele Kilometer ein Segelflugzeug aus 1000 m Höhe bei ruhiger Luft im Sinkflug zurücklegen kann. Die Gleitzahl hängt vom Flugzeugtyp, dem Gewicht und der Geschwindigkeit ab. Moderne Segler haben maximale Gleitzahlen, die sie mit nur 1000 m Höhenverlust bei ca. 95 km/h mehr als 50 km weit gleiten lassen. Die eben beschriebene Gleitzahl würde man mit 1/50 (sprich: eins zu fünfzig) beschreiben.
Entscheidend für das Gleitverhalten sind vor allem die Tragflächen und die aerodynamische Güte des Rumpfes. Je dünner die Tragfläche ist, desto geringer ist ihr Luftwiderstand. Ebenso verringert sich der durch Wirbelschleppen an den Enden verursachte Luftwiderstand mit größerer Spannweite.
Damit die Fläche trotz der großen Streckung nicht bricht, wird sie heute zunehmend aus Kohlefaser gefertigt. Wenn genügend Thermik vorhanden ist, kann man die Gleitzahl in den höheren Geschwindigkeitsbereichen (>100 km/h) dadurch verbessern, dass man die Flächentanks mit über 100 l Wasser füllt.
