Thermik nennt der Segelflieger Luftmassen, die nach oben steigen, weil ihre Dichte gegenüber der Umgebungsluft geringer ist. Sie entstehen, wenn sich die Luft durch Sonneneinstrahlung an bestimmten Stellen am Boden (z.B. Sandflächen, Steinbrüche, Kornfelder, südliche Berghänge) stärker erwärmt als anderswo. Die Dichte der Luft hängt von der Temperatur und dem Feuchtegehalt ab.

Beim Aufsteigen dehnen sich die Luft- oder Thermikblasen aus und kühlen ab. Dabei ist irgendwann eine Temperatur erreicht wo die in der Themikblase enthaltene Luftfeuchtigkeit kondensiert und es bildet eine Cumulus-Wolke (Quellwolke).

Cumuluswolken sind sichtbare Zeichen für Aufwinde, deshalb orientieren sich Segelflieger gerne an ihnen. Manchmal stehen viele Cumuli hintereinander  und bilden eine Wolkenstraße, unter der oft längere Strecken ohne Höhenverlust geflogen werden kann. Man braucht in so einem Fall nicht mehr in den Aufwinden zu kreisen, um oben zu bleiben, sondern man fliegt im Delphinstil geradeaus. Das bedeutet langsames Fliegen (hochziehen) in steigender Luft, um Höhe zu gewinnen, und schnelles Durchfliegen sinkender Luft, um darin so wenig Höhe wie möglich zu verlieren.

Bei Wetterlagen in denen die Luftmassen sehr trocken sind entstehen oft leider keine Cumuluswolken, trotzdem kann Thermik vorhanden sein. Diese sogenannte "Blauthermik" kann man nur mit Erfahrung, Glück oder mit Hilfe von Vögeln finden, die man beim Kreisen während des Fluges entdeckt. 

Cumuli besitzen eine ebene dunkle Unterseite, die Basis. Sie bestimmt die maximale Flughöhe für die Segelflugzeuge. Je höher sie liegt, desto sicherer ist ein Streckenflug. Man hat dann mehr "Arbeitshöhe" und im Sinkflug mehr Zeit, einen neuen Aufwind zu finden, denn nicht jede Wolke "zieht". 

Cumulanten lösen sich oftmals schnell wieder auf. Ob wirklich ein Bart unter einem "Cumulanten" vorhanden ist, kann der Pilot erst vor Ort mit den Flugzeuginstrumenten feststellen. Das Variometer errechnet die Stärke des Aufwindes und meldet sie auch akustisch durch ein Piep-Zeichen. 

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